Veranstaltungen im Mahnmal St. Nikolai Oktober bis Dezember 2019

 

Gerne möchten wir Sie an dieser Stelle auf die geplanten Veranstaltungen des Mahnmal St. Nikolai aufmerksam machen. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Mahnmals St. Nikolai.

 

Carillon-Konzert

Konzert

Sonntag, 20. Oktober 2019, 11.00 Uhr

 

Es spielen Mitglieder der Deutschen Glockenspielvereinigung e. V. anlässlich der Jahrestagung der DGV in Hamburg.

Das Turmglockenspiel (Carillon) des Mahnmals St. Nikolai besteht aus 51 Glocken mit einem Gesamtgewicht von 13 Tonnen. Der chromatische Tonumfang beträgt mehr als vier Oktaven, womit das Carillon von St. Nikolai eines der größten Deutschlands ist. 1993 wurde es in den Turm der früheren Hauptkirche St. Nikolai eingebaut.

Das Konzert ist im Freien auf dem Platz des ehemaligen Kirchschiffs zu hören. 

Eintritt frei.

 

Suche Frieden und jage ihm nach! Der Pazifist Hans Henny Jahnn.

Gesprächskonzert

Mittwoch, 23. Oktober 2019, 19.00 Uhr

 

Welcher Ort könnte besser geeignet sein als das Mahnmal St. Nikolai, um das Multitalent Hans Henny Jahnn anlässlich seines 125sten Geburtstags oder seines 60sten Todestags einmal als Pazifisten zu präsentieren? Schon als Jugendlicher fand Hans Jenny Jahnn in seinen Tagebüchern klare Worte gegen die allgegenwärtige Kriegseuphorie. In den 50er Jahren setzte er sich dann gegen die Entwicklung von Kernwaffen und die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik ein. Visionär waren auch seine Hinweise auf die Problematik der Lagerung atomaren Mülls aus der zivilen Nutzung der Kernenergie.

Der Theologieprofessor und Friedensforscher Hans-Jürgen Benedict war selbst in der Anti-Atom- und Friedensbewegung aktiv. Er liest an diesem Abend pazifistische Texte von Hans Henny Jahnn und auch einen Abschnitt über Hans Henny Jahnn aus seinem vor Kurzem erschienenen Buch „Erzählte Klänge – Musikbeschreibung in der deutschen Literatur“. Damit schlägt er eine Brücke zum Komponisten Dieterich Buxtehude, den Jahnn besonders schätzte.

Der musikalische Teil dieses Abends wird von KMD Rudolf Kelber und dem Cythara-Vokal- und Instrumentalensemble übernommen. Ganz im Sinne von Hans Henny Jahnn kommen bei den Werken von Buxtehude historische Instrumente zum Einsatz. Darüber hinaus wird an diesem Abend auch ein Werk des Komponisten Hans Henny Jahnn vorgestellt werden. Außerdem sind schöne Original-Ugrino-Noten aus dem Verlag von Jahnn und Harms zu besichtigen.

Der Eintritt ist frei, Spenden zur Deckung der Kosten sind erwünscht.

Eine Veranstaltung des Hans Henny Jahnn e.V. in Kooperation mit dem Mahnmal St. Nikolai und dem LITERATURHAUS Hamburg.


 

Historicus - Eine Zeitreise durch die Geschichte Hamburgs

Musikalische Lesung für Schülerinnen und Schüler ab 9 Jahren

Montagtag, 28. und Dienstag, 29. Oktober 2019, 09.30 Uhr

 

Habt ihr auch schon einmal in einer alten Burg gestanden und Euch gefragt, wie die Menschen damals gelebt haben? Steigt mit Historicus in den TIME-CHANGER und erlebt die Geschichte eurer Stadt Hamburg hautnah. Es ist spannend, was in den letzten 1200 Jahren in Hamburg passiert ist. Viele Informationen und tolle Songs erwarten die Kinder bei der multimedialen Lesung "HISTORICUS". Irene Haarmeyer liest aus dem Buch, während die Kinder die Bilder auf der Leinwand betrachten. Jan Haarmeyer singt live wunderbare Hamburg-Lieder. Und die Kinder sind eingeladen, die jeweilige Zeit auf einem großen Zeitstrahl einzustellen und die Lieder mitzusingen.

Mit: Irene und Jan Haarmeyer (Autoren)

Eintritt: frei, AUSGEBUCHT! www.seiteneinsteiger-hamburg.de

Veranstalter: Seiteneinsteiger e.V. in Kooperation mit dem Förderkreis Mahnmal St. Nikolai e.V.


 

Polen hat gewählt - und nun?

Podiumsdiskussion

Dienstag, 29. Oktober 2019, 19.00 Uhr 

 

Am 13. Oktober werden in Polen beide Kammern des Parlaments neu gewählt und damit Weichen für die politische Zukunft unseres Nachbarlandes gestellt. Umfragen sehen die aktuell regierende Partei "Recht und Gerechtigkeit" (PiS) vorn. Mit der aktuellen polnischen Regierung hatte die Bundesregierung in der Vergangenheit immer wieder Meinungsverschiedenheiten auf EU-Ebene und im bilateralen Verhältnis. Gut zwei Wochen nach der Wahl werden wir das Wahlergebnis analysieren und darüber diskutieren, welche Auswirkungen für die polnische Politik und Gesellschaft zu erwarten sind und welche Folgen die Wahlentscheidung für das deutsch-polnische Verhältnis sowie für Polens Rolle in der EU voraussichtlich haben wird.

Es diskutieren:

Dr. Ernst Hillenbrand, Leiter des Büros der Friedrich-Ebert-Stiftung in Warschau

PD Dr. Agnieska Pufelska, Universität Lüneburg, Nord-Ost-Institut

Adam Traczyk, Journalist und Vorsitzender des Think Tank Global.Lab, Warschau

Moderation: Jana Werner, Journalistin und Moderatorin

Eine Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung, Julius-Leber-Forum Hamburg, in Kooperation mit der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg und dem Mahnmal St. Nikolai. Eintritt frei.

Anmeldungen erbeten unter hamburg@fes.de.

 


 

Leben in der Utopie oder: Der Alltag in einem verschwundenen Staat

Ausstellungseröffnung

Dienstag, 05. November 2019, 18.00 Uhr

 

Ausstellung zum 30. Jahrestag des Mauerfalls mit Fotos von Siegfried Wittenburg.

Stasi, Mauer, Stacheldraht – das sind die Gräuel, die viele Menschen weltweit zurecht mit der SED-Diktatur verbinden. Doch wer das Leben in der DDR verstehen will, muss sich auch mit ihrem Alltag auseinandersetzen. Erst dies ermöglicht ein konkretes Bild der Befindlichkeit der ostdeutschen Bürgerinnen und Bürger, die zwangsweise mit den politischen Um- und Zuständen ihres Landes zurechtkommen mussten.

Die in der anlässlich des 30. Jahrestages der friedlichen Revolution in der DDR und des Mauerfalls präsentierten Fotos von Siegfried Wittenburg ermöglichen diesen Blick ins Innere der DDR.  Wittenburg, der heute einem großen Publikum durch seine viel beachteten Beiträge auf dem Zeitgeschichten-Portal einestages (SPIEGEL ONLINE) bekannt ist, begann in der DDR der späten siebziger Jahre zu fotografieren. Der Autodidakt nahm ab 1981 an Ausstellungen teil, wurde Leiter eines Fotoklubs. Als er sich der Zensur seiner Fotografien verweigerte, musste er zeitweilig seine Funktion aufgeben, erhielt Hausverbot.

Programm der Ausstellungseröffnung:

Begrüßung:

Klaus Francke, Vorsitzender des Fördervereins Mahnmal St. Nikolai

Dr. Sabine Bamberger-Stemmann, Direktorin der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

Alltagsleben in einer Diktatur. Ein Gespräch mit Siegfried Wittenburg, Moderation Dr. Jens Hüttmann, Stellvertretender Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

Anschließend Ausstellungsrundgang

Ausstellung vom 6. November bis 12. Dezember 2019. Täglich von 10 bis 17 Uhr, Eintritt zur Sonderausstellung frei. 

Eine Kooperation des Förderkreises Mahnmal St. Nikolai e.V. und der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

 

Verfernte Musik

Gesprächskonzert zum Gedenken an die Reichsprogromnacht 1938

Samstag, 09. November 2019, 18.00 Uhr

Stipendiaten und Preisträger von Jugend musiziert würdigen mit ihrem Programm Komponisten, die im ‚Dritten Reich’ verfemt waren. Zu Gehör gebracht werden u.a. Kompositionen von Erwin Schulhoff, Hans Gál und Mieczysław Weinberg.

Der emeritierte Musikwissenschaftler Prof. Dr. Peter Petersen wird im Gespräch mit Ludwig Hartmann, dem Vorsitzenden des Fördervereins Jugend musiziert, über seine Forschungen zu Exilmusik berichten. Petersen lehrte und forschte bis 2005 am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Hamburg. Mit der von ihm gegründeten „Arbeitsgruppe Exilmusik“ untersuchte er, was NS-Herrschaft und Exil für die Musiker und das Musikleben bedeuteten. Petersen ist Herausgeber der Schriftenreihe „Musik im ‚Dritten Reich’ und im Exil“ sowie Mitherausgeber des Online-Lexikons verfolgter Musiker und Musikerinnen

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Jugend musiziert Förderverein Hamburg e.V. Eintritt frei.

 

Das Jahrhundert von Rosita

Lesung mit Corinna Tonner

Donnerstag, 14. November 2019, 19.00 Uhr

Geboren in einem der größten Slums von Europa, den Gängevierteln im Herzen von Hamburg, macht sich eine junge jüdische Frau daran, die Welt zu erobern. Fasziniert von den Konzerthäusern auf der nahegelegenen Reeperbahn, startet Rosita Warry eine Karriere als Operettensängerin. Sie singt und spielt an Theatern von Kiel bis Stuttgart, von Hamburg bis Küstrin und reist im Sommer 1914 mit einer Operettengesellschaft in die niederländische Kolonie Indonesien. Das Abenteuer in Asien beginnt. Doch dann bricht der Erste Weltkrieg aus: Rosita kann nicht mehr nach Europa zurück und lernt in Indonesien ihre große Liebe kennen. Erst Jahre später kehrt sie in die Niederlande zurück. Sie ahnt nicht, dass schon bald ein neuer Weltkrieg ausbrechen wird und ihr als Jüdin ein tödliches Verhängnis droht.

Aus der Perspektive einer einfachen Frau und ihrer Familie schildert die Autorin in einer mitreißenden, reich bebilderten Lebensgeschichte, wie sich in dieser Biographie das ganze Drama des 20. Jahrhunderts spiegelt.

Corinna Tonner ist studierte Historikerin (M. A.), Absolventin der Axel Springer Journalistenschule und hat viele Jahre als Redakteurin für das Hamburger Abendblatt gearbeitet. Sie lebt und arbeitet mit ihrem Mann als freie Autorin in Bremen und Ostfriesland. Ihr Urgroßvater war der der älteste Bruder von Rosita. Er wurde in Auschwitz ermordet.

Eintritt frei.


 

Erinnerungskultur in Deutschland und Polen

Podiumsdiskussion

Donnerstag, 28. November 2019, 19.00 Uhr

 

Für die deutsch-polnischen Beziehungen ist das Jahr 2019 ein zentrales Gedenkjahr: Vor 80 Jahren begann am 1. September 1939 mit dem deutschen Angriff auf Polen der Zweite Weltkrieg. Am 1. August 1944, vor 75 Jahren, erhob sich die Polnische Heimatarmee im Warschauer Aufstand gegen die deutschen Besatzer.

Wie erreichen wir die Bürgerinnen und Bürger in unseren Ländern, um die Erinnerung an diese Ereignisse lebendig und aktuell zu gestalten? Welchen Sinn hat die Erinnerung an diese und andere historische Ereignisse aus der so wechselvollen polnisch-deutschen Geschichte, um die demokratische Entwicklung in beiden Ländern zu befördern und als Teil eines lebendigen Miteinanders zu gestalten?

Es diskutieren Magdalena Erdman, Leiterin des Referats für nationale Gedenkstätten im Ministerium für Kultur und Nationalerbe der Republik Polen, und Daniela Schily, Generalsekretärin des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Die Moderation übernimmt Dr. Sabine Bamberger-Stemmann, Direktorin der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

Eintritt frei.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, LV Hamburg und der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.


 

"Mein bester Freund wohnt auf der anderen Seite."

Musik- und Vortragsprogramm mit Stephan Krawczyk

Montag, 02. Dezember 2019, 18:00 Uhr

 

Damals schlug die Kraft seiner Lieder und Worte an die schon bröckelnde Mauer, zuerst von Osten her, nach seiner Abschiebung von Westen. Damals war er zuerst Chansonstar der DDR, danach Held der Bürgerrechtsbewegung, später Stardissident, Politstar, Medienstar. Heute stellt sich Stephan Krawczyk (Berlin)  seinen Erfahrungen, um über die jüngere deutsche Geschichte aufzuklären.

In seinem Programm „Mein bester Freund wohnt auf der anderen Seite“ liest der Musiker und Schriftsteller Stephan Krawczyk aus der gleichnamigen Erzählung. Es ist die Geschichte von Simon und Ronald, zwei Siebzehnjährigen, die sich auf der Plattform des Berliner Fernsehturms während eines Klassenausflugs kennenlernen und über das Interesse an derselben Musik anfreunden. Simon wohnt in West-, Ronald in Ostberlin. Ronalds Vater ist Genosse und Mitarbeiter des Magistrats von Berlin, Hauptstadt der DDR, Simons Vater ist Handwerker in Berlin-Kreuzberg. Wegen seines Vaters darf Ronald keine Westkontakte haben. Trotzdem schreibt er Briefe an Simon, trifft sich heimlich mit ihm in Ost-Berlin. Es hat Konsequenzen für beide.

Während des 90-minütigen Vortrags singt Stephan Krawczyk auch einige seiner Lieder, die in der DDR entstanden sind, und kommt mit den Zuhörern ins Gespräch.

Eintritt frei. In Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

 

„Wie stehen Sie zur Macht?“ Die friedliche Revolution in der DDR, die Einheit und die Schulen in Deutschland.

Vortrag und Diskussion

Montag, 09. Dezember 2019, 18:00 Uhr

 

Ende der 1950er Jahre in Magdeburg geboren, verlief Stefan Küchlers Leben in der DDR in festen Bahnen. Sein Werdegang war klar: Nach dem Abitur folgten der obligatorische 18-monatige Wehrdienst in der Nationalen Volksarmee und ein Studium in den Fächern Geschichte und Sport mit dem Abschluss Diplomlehrer.

Erste Erfahrungen im Klassenzimmer sammelte Küchler ab 1984 an der 26. Polytechnischen Oberschule (POS) in Halle-Neustadt. 1987 wechselte er aus dem Schulsystem in den Fachbereich Geschichte der Hochschule in Magdeburg und arbeitete dort als wissenschaftlicher Assistent. Zwei Jahre später fegte mit der friedlichen Revolution in der DDR ein Orkan nicht nur durch sein Leben. Kein Stein blieb auf dem anderen. Ob familiär, beruflich oder institutionell – alles war neu. Küchler bewarb sich kurz vor der deutschen Einheit auf die öffentliche Stellenausschreibung eines Schulleiters ab 1. November 1990 – und wurde genommen …

Dr. Stefan Küchler ist Schulleiter der Goethe-Sekundarschule in Ilsenburg (Sachsen-Anhalt).

Eintritt frei. In Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

 

Menschenrechte!  – Weiter nur ein Traum?

Musikalische Lesung und Diskussion

Donnerstag, 12. Dezember 2019, 18:30 Uhr (Einlass ab 18 Uhr)

 

Die Verabschiedung der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ (AEMR)  am 10. Dezember 1948 war ein historischer Moment: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren“. Mit diesem Satz haben die Vereinten Nationen jedem Menschen auf dieser Erde – unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Religion oder sozialem Status – die gleichen Rechte und Freiheiten zugesichert.  Ein Blick auf das Weltgeschehen zeigt: Weiterhin werden weltweit Menschenrechte schwer verletzt. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat es sich zur Aufgabe gesetzt, für die Einhaltung der Menschenrechte einzutreten und auf Menschenrechtsverletzungen aufmerksam zu machen.

Die in 30 Artikeln formulierten Menschenrechte werden uns an diesem Abend in einer musikalischen Lesung vorgestellt, vorgetragen von dem Schauspieler Sebastian Dunkelberg. Die gebürtige Iranerin Parva Ahmadi liest ergänzend Auszüge aus der bekannten Rede von Martin Luther King, dessen Todestag sich im vergangenen Jahr zum 50. Male jährte. Musikalische Begleitung durch das Duo WinWin (Stefan Goreiski und Martin Hamborg). Konzeption und Einführung: Konrad Singer.

Im Anschluss an die musikalische Lesung besteht die Möglichkeit zum Austausch mit den Künstlerinnen und Künstlern.

In Kooperation mit Amnesty International Hamburg. Eintritt frei. 

 

Christvesper im Mahnmal St. Nikolai

Heiligabend, 24. Dezember 2019, 14:00 Uhr 

 

Liturgie und Predigt: Pastorin Corinna Senf, Hauptkirche St. Nikolai am Klosterstern

Weihnachtliche Musik und Liedbegleitung: Waldemar Saez-Eggers, Klavier, und Lucia Julia Mundt, Harfe

Ab 13.30 Uhr erklingt das Turmglockenspiel

Am Spieltisch: Antonia Krödel